Frauenquote und Glockenkurve

Als Erstes gehen wir mal davon aus, dass  Männer und Frauen grundsätzlich etwa gleich intelligent und begabt sind. Soweit werden mir wohl die Meisten folgen. Die Anderen dürfen gehen.

Jetzt nehmen wir weiter an, dass das im Großen und Ganzen auch in Bezug auf die Eignung für ganz bestimmte Aufgaben gilt, also z.B. für den Vorsitz einer Partei oder für die Leitung eines Bauamts. Die Eignung oder Nichteignung verteilt sich also etwa so:

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Wenn nun eine bestimmte Anzahl von Personen gesucht wird, die ein bestimmtes Gremium besetzen sollen, dann kann man dafür natürlich – wie zum Beispiel bei der Führungsschicht der Piratenpartei oder beim Bau des Berliner Flughafens BER – fast ausschließlich Männer nehmen. Dann bekommt man aber notgedrungen nicht die Geeignetsten, weil man ja auf den Pool der Frauen von vornherein verzichtet.

Die rote Linie in der Grafik unten zeigt, wie weit man dadurch auch auf weniger Geeignete zurückgreifen muss. Entscheiden wir uns stattdessen dafür, je zur Hälfte Männer und Frauen zu nehmen (grüne Linie), also auf beide Verteilungen zurückzugreifen, dann ist der Schnittpunkt mit der waagerechten Achse jeweils deutlich weiter rechts – insgesamt bekommt man also ein weit besser geeignetes Gremium. Kurz und prägnant: Frauenquote vermindert die Schwachkopfquote.

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