Frauenquote und Glockenkurve

Als Erstes gehen wir mal davon aus, dass  Männer und Frauen grundsätzlich etwa gleich intelligent und begabt sind. Soweit werden mir wohl die Meisten folgen. Die Anderen dürfen gehen.

Jetzt nehmen wir weiter an, dass das im Großen und Ganzen auch in Bezug auf die Eignung für ganz bestimmte Aufgaben gilt, also z.B. für den Vorsitz einer Partei oder für die Leitung eines Bauamts. Die Eignung oder Nichteignung verteilt sich also etwa so:

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Wenn nun eine bestimmte Anzahl von Personen gesucht wird, die ein bestimmtes Gremium besetzen sollen, dann kann man dafür natürlich – wie zum Beispiel bei der Führungsschicht der Piratenpartei oder beim Bau des Berliner Flughafens BER – fast ausschließlich Männer nehmen. Dann bekommt man aber notgedrungen nicht die Geeignetsten, weil man ja auf den Pool der Frauen von vornherein verzichtet.

Die rote Linie in der Grafik unten zeigt, wie weit man dadurch auch auf weniger Geeignete zurückgreifen muss. Entscheiden wir uns stattdessen dafür, je zur Hälfte Männer und Frauen zu nehmen (grüne Linie), also auf beide Verteilungen zurückzugreifen, dann ist der Schnittpunkt mit der waagerechten Achse jeweils deutlich weiter rechts – insgesamt bekommt man also ein weit besser geeignetes Gremium. Kurz und prägnant: Frauenquote vermindert die Schwachkopfquote.

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7 Kommentare zu “Frauenquote und Glockenkurve

  1. Die Rechnung geht aber nur auf, wenn etwa gleich viele Frauen und Männer in der Gesamtmenge sind. Das ist in vielen Situationen nicht der Fall.

  2. Und wer trotz anderer Kandidaten einen Ponader zum PolGF macht, der wird auch mit Quote aus den vorhandenen Kandidaten die kompetentesten auswählen.

  3. Vielleicht haben ja nicht immer gleich viele Frauen Interesse, trotz gleicher Eignung, an bestimmten Jobs, wie werden die dann überzeugt?

  4. Die Schwachkopfquote (2) – Opa Hans

  5. 1. Das Nichtvorhandensein einer Frauenquote heißt nicht automatisch, dass man auf Frauen verzichtet.
    2. Wenn die ’sehr geeigneten‘ Kandidaten erschöpft sind, würden die ‚geeigneten Kandidaten‘ ausgewählt werden. Damit überhaupt Schwachköpfe in das Gremium bei einer Frauenquote von 0% hineinrutschen, müssten knapp 50% einer geschlechterparitätischen Grundgesamtheit ausgewählt werden. Bei exakt 50% haben wir Schwachkopf-Gewissheit. So große Gremien sind bei Parteivorständen als auch bei Geschäftsführungen äußerst selten der Fall.
    3. Richtig ist aber, dass man bei einer Frauenquote von 0% auf Potential verzichtet wird, aber auch bei jeder anderen Frauenquote.

    Wer das Maximum an Potential ausschöpfen möchte, wirft Frauen und Männer in einen gemeinsamen Pool – und wählt daraus die geeignetsten Kandidaten aus.

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